Artemia Nauplien schlüpfen – einfache Anleitung


Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gehören zu den beliebtesten Lebendfuttersorten in der Aquaristik. Sie sind klein, bewegen sich aktiv im Wasser und eignen sich hervorragend für die Aufzucht vieler Jungfische. Besonders in den ersten Lebenswochen kann die regelmäßige Fütterung mit frisch geschlüpften Artemia einen wichtigen Beitrag zu einer guten Entwicklung der Jungfische leisten.

Doch wie lässt man Artemia eigentlich richtig schlüpfen? Welche Temperatur, Salzmenge und Beleuchtung werden benötigt? Und welche Möglichkeiten gibt es, den Aufwand bei der Artemia-Zucht zu reduzieren?

In dieser Anleitung zeigen wir dir die klassische Methode und erklären, wie sich Artemia-Nauplien auch deutlich einfacher mit dekapsulierten Artemia-Eiern schlüpfen lassen.

Was sind Artemia-Nauplien?

Artemia sind kleine Salzkrebse, deren widerstandsfähige Dauereier – sogenannte Zysten – über längere Zeit trocken gelagert werden können.

Werden diese Eier unter geeigneten Bedingungen in Salzwasser gegeben, schlüpfen daraus kleine Artemia-Larven. Diese frisch geschlüpften Tiere werden als Artemia-Nauplien bezeichnet.

Gerade frisch geschlüpfte Nauplien sind für die Aufzucht von Jungfischen besonders interessant. Durch ihre geringe Größe können sie bereits von sehr kleinen Fischen aufgenommen werden. Gleichzeitig sorgt ihre Bewegung für einen starken Fressreiz.

Für welche Fische eignen sich Artemia-Nauplien?

Artemia-Nauplien können bei der Aufzucht zahlreicher Süß- und Meerwasserfische eingesetzt werden.

In unserer eigenen Diskuszucht verwenden wir Artemia insbesondere bei der Aufzucht unserer Diskus-Jungfische. Sie eignen sich jedoch ebenso für viele andere Fischarten, deren Jungtiere bereits Artemia-Nauplien aufnehmen können.

Entscheidend ist dabei immer, dass die Größe der Nauplien zur Größe der jeweiligen Fischlarven passt.

Artemia klassisch schlüpfen lassen

Für die klassische Artemia-Aufzucht benötigst du Artemia-Eier, Salzwasser, einen geeigneten Behälter, eine starke Belüftung, ausreichend Licht und eine möglichst konstante Temperatur.

Wir erzielen gute Ergebnisse unter folgenden Bedingungen:

Dosierung: ca. 2 g Artemia-Zysten pro Liter Wasser
Temperatur: 28–30 °C
Belüftung: kräftig und dauerhaft
Beleuchtung: ca. 24 Stunden Licht während des Schlupfes

Zusätzlich muss das Wasser entsprechend mit Salz angesetzt werden.

Die Artemia-Eier werden in das vorbereitete Salzwasser gegeben und während des gesamten Schlupfvorgangs kräftig belüftet. Unter guten Bedingungen schlüpft ein großer Teil der Nauplien innerhalb von etwa 24 Stunden.

Die tatsächliche Schlupfrate und Schlupfgeschwindigkeit hängen allerdings unter anderem von der Qualität und Lagerung der verwendeten Artemia-Eier sowie von Temperatur, Salzgehalt, Licht und Sauerstoffversorgung ab.

Warum können die Eierschalen problematisch sein?

Bei herkömmlichen Artemia-Eiern befindet sich der Embryo innerhalb einer widerstandsfähigen äußeren Hülle.

Nach dem Schlupf bleiben diese leeren Eierschalen im Schlupfbehälter zurück. Vor der Fütterung sollten Nauplien und Eierschalen deshalb möglichst sauber voneinander getrennt werden.

Nicht geschlüpfte Eier und Eierschalen sollen möglichst nicht zusammen mit den Nauplien ins Aufzuchtbecken gelangen.

Genau an diesem Punkt bieten dekapsulierte Artemia-Eier einen interessanten Vorteil.

Was sind dekapsulierte Artemia-Eier?

Bei dekapsulierten Artemia-Eiern wurde die äußere Eihülle vor dem Schlupf entfernt.

Dadurch entfällt die klassische harte Schale. Das erleichtert die spätere Verwendung der geschlüpften Nauplien und reduziert das Problem herumtreibender Eierschalen erheblich.

Die Dekapsulierung von Artemia-Eiern ist allerdings ein zusätzlicher Arbeitsschritt und für viele Aquarianer im Alltag relativ aufwendig.

Aus genau diesem Problem heraus ist in unserer eigenen Diskuszucht BrinoMix entstanden.

Artemia einfacher schlüpfen lassen mit BrinoMix

BrinoMix enthält bereits dekapsulierte Artemia-Eier in einer gebrauchsfertigen Lösung und wurde entwickelt, um die regelmäßige Produktion frischer Artemia-Nauplien möglichst einfach zu machen.

Statt Artemia-Eier selbst zu dekapsulieren und anschließend eine klassische Salzlösung anzusetzen, wird BrinoMix direkt dosiert.

Für 500 ml Wasser werden je nach gewünschter Nauplienmenge etwa 10–30 ml BrinoMix verwendet.

Anschließend benötigen die Eier vor allem die richtigen Schlupfbedingungen: Wärme, Licht und eine kräftige Belüftung.

Eine zusätzliche Salzbeigabe zum Schlupfwasser ist bei der Verwendung von BrinoMix nicht notwendig.

So kannst du regelmäßig frische Artemia-Nauplien produzieren, ohne jedes Mal Salzwasser anzusetzen oder Eierschalen von den geschlüpften Nauplien trennen zu müssen.

→ BrinoMix ansehen und frische Artemia-Nauplien einfach selbst schlüpfen lassen

Artemia schlüpfen nicht – woran kann es liegen?

Wenn Artemia-Eier nur schlecht oder gar nicht schlüpfen, können verschiedene Faktoren verantwortlich sein.

Die Temperatur ist zu niedrig

Für einen schnellen und gleichmäßigen Schlupf verwenden wir Temperaturen von etwa 28–30 °C. Bei niedrigeren Temperaturen kann sich der Schlupf deutlich verzögern.

Zu wenig Sauerstoff

Während des Schlupfes sollte das Wasser kräftig belüftet werden. Die Eier müssen sich im Wasser bewegen und ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Zu wenig Licht

Licht unterstützt den Schlupfvorgang. Wir beleuchten unsere Artemia während der Schlupfphase durchgehend.

Schlechte oder falsch gelagerte Artemia-Eier

Auch die Qualität der Zysten hat einen großen Einfluss auf das Ergebnis. Alter, Herkunft und insbesondere die Lagerbedingungen können die Schlupfrate beeinflussen.

Ungeeignete Schlupfbedingungen

Bei der klassischen Methode spielt zusätzlich der richtige Salzgehalt eine wichtige Rolle. Bereits Abweichungen bei mehreren Faktoren können dazu führen, dass der Schlupf schlechter ausfällt.

Wie lange brauchen Artemia zum Schlüpfen?

Unter guten Bedingungen können Artemia-Nauplien ungefähr innerhalb von 24 Stunden schlüpfen.

Die genaue Dauer ist von mehreren Faktoren abhängig. Besonders Temperatur, Sauerstoffversorgung, Licht und Qualität der Artemia-Eier beeinflussen die Schlupfgeschwindigkeit.

Bei niedrigeren Temperaturen dauert der Schlupf entsprechend länger.

Wie oft sollte man Jungfische mit Artemia füttern?

Das hängt stark von Fischart, Alter, Größe und Besatzdichte ab.

Bei unseren jungen Diskusfischen setzen wir auf mehrere kleine Fütterungen über den Tag verteilt. Gerade schnell wachsende Jungfische profitieren davon, regelmäßig kleine Mengen geeignetes Futter angeboten zu bekommen.

Wichtig ist jedoch, nur so viel zu füttern, wie tatsächlich aufgenommen wird. Eine gute Wasserqualität bleibt gerade bei der intensiven Jungfischaufzucht entscheidend.

Unser Fazit: Artemia-Nauplien selbst schlüpfen lohnt sich

Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien sind ein hervorragendes Lebendfutter für die Aufzucht vieler Jungfische. Mit der klassischen Methode lassen sich zuverlässig große Mengen Nauplien produzieren, allerdings müssen Salzlösung, Eierschalen und die anschließende Trennung berücksichtigt werden.

Wer regelmäßig Artemia verfüttert und den täglichen Aufwand reduzieren möchte, kann stattdessen auf bereits dekapsulierte Artemia-Eier zurückgreifen.

Genau dafür haben wir BrinoMix aus der täglichen Praxis unserer Diskuszucht entwickelt: eine möglichst einfache Möglichkeit, regelmäßig frische Artemia-Nauplien für die Fischaufzucht zur Verfügung zu haben.

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