Passende Beifische für das Diskusaquarium – Harmonie im Warmwasserparadies
Diskusfische sind zweifellos die Stars im Aquarium – anmutig, farbenprächtig und mit einer majestätischen Ausstrahlung. Doch auch Könige brauchen ein Gefolge – passende Beifische, die sich gut in das harmonische Gesamtbild einfügen, das gleiche Wasserklima vertragen und den Diskus nicht stressen oder unterdrücken. In diesem Beitrag erfährst du, welche Arten sich als Beifische für Diskus eignen – und welche besser draußen bleiben.
Wichtige Kriterien für Beifische im Diskusaquarium
Bevor wir zur Auswahl passender Arten kommen, ein kurzer Blick auf die Anforderungen:
- Wassertemperatur: Diskus brauchen 27–29 °C – das ist für viele Fische zu warm.
- Sozialverhalten: Keine hektischen, aggressiven oder zu dominanten Arten.
- Futterkonkurrenz: Beifische dürfen den Diskus nicht das Futter wegnehmen.
- Wasserwerte: Weiches Wasser mit einem pH-Wert von 6–7,5.
- Größe und Verhalten: Beifische sollten ruhige Schwimmer sein und dem Diskus genügend Raum lassen.
Die besten Beifische für Diskus:
1. Rote Neons (Paracheirodon axelrodi)
- Temperaturverträglich: Ja, bis 30 °C
- Größe: 3–5 cm
- Besonderheiten: Bilden schöne Schwärme, zeigen tolle Farben – besonders im Kontrast zum Diskus.
- Hinweis: Beim Einsetzen gut auf Parasiten achten (Quarantäne empfohlen).
2. Sterbai-Panzerwelse (Corydoras sterbai)
- Temperaturverträglich: Ja, bis 30 °C
- Bodengruppe: Ideal als Resteverwerter
- Besonderheiten: Ruhige Bodenbewohner, die nicht stören und sich gerne in Gruppen aufhalten (mind. 6 Tiere).
3. L-Welse (z. B. L134, L333, L46)
- Temperaturverträglich: Je nach Art, viele L-Welse kommen aus warmen Gewässern
- Aufgabe: Algenkontrolle, Verwertung von Futterresten
- Wichtig: Verstecke (Höhlen, Wurzeln) bereitstellen. Keine allzu aggressiven Arten wählen.
4. Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi)
- Temperaturverträglich: Perfekt bei 27–29 °C
- Verhalten: Ruhig, paarweise Haltung ideal
- Tipp: Sehr empfindlich gegenüber Wasserwerten, deshalb nur in gut eingefahrenen Becken halten.
5. Beilbauchsalmler (Carnegiella strigata)
- Besonderheit: Oberfläche wird oft übersehen – diese Fische nutzen sie ideal aus
- Verhalten: Schwarmfisch, sehr friedlich
- Tipp: Becken gut abdecken, da sie springen können!
6. Farlowella oder Sturisoma-Arten (Stäbchen- oder Hexenwelse)
- Verhalten: Extrem ruhig, fressen Algenaufwuchs
- Optik: Auffällige, skurrile Erscheinung ohne Revierverhalten
- Temperatur: Kompatibel mit Diskus
Was nicht zu Diskus passt
✘ Barsche aus anderen Regionen
- Skalare, Malawi- oder Tanganjikabuntbarsche sind zu aggressiv oder brauchen völlig andere Wasserwerte.
✘ Guppys, Platies & Co.
- Diese Fische lieben hartes Wasser und niedrigere Temperaturen – keine gute Kombi.
✘ Zappelige Schwarmfische
- Einige Salmlerarten (z. B. Rote Phantomsalmler) können hektisch sein oder Flossen zupfen.
✘ Kaltwassertiere wie Goldfische
- Absolut ungeeignet – sowohl von der Temperatur als auch vom Verhalten her.
Allgemeine Tipps zur Vergesellschaftung
- Genug Platz schaffen: Je mehr Fischarten, desto größer muss das Becken sein. 400 Liter aufwärts sind empfehlenswert bei Mischbesatz.
- Immer zuerst die Diskus einsetzen: So können sie ihr Revier in Ruhe etablieren.
- Neuzugänge langsam eingewöhnen: Am besten über eine Quarantäne, um Krankheiten zu vermeiden.
- Fütterung anpassen: Diskus fressen langsam – hektische Mitbewohner können ihnen das Futter streitig machen.
Fazit – Die richtige Gesellschaft für Könige
Diskusfische können sehr wohl mit anderen Arten zusammenleben – wenn die Bedingungen stimmen. Ruhe, Wärmeverträglichkeit, passende Wasserwerte und kein Konkurrenzverhalten sind dabei die Grundvoraussetzungen. Mit sorgfältig ausgewählten Beifischen lässt sich ein harmonisches, abwechslungsreiches und dennoch diskusfreundliches Aquarium gestalten.
Tipp zum Schluss: Weniger ist oft mehr. Lieber wenige, aber gut passende Arten wählen als viele verschiedene Fische, die sich gegenseitig in die Quere kommen.